| Absinth sind Liköre oder Branntweindestillate aus Wermuth (Artemisia absinthum) mit charakteristischer grüner Farbe. Im 18. und 19. Jahrhundert war Absinth besonders in Künstlerkreisen sehr beliebt. Man nannte sie Absintheure. Van Gogh, Picasso, Hemingway, Oscar Wilde oder Toulouse-Lautrec waren dem Absinth hoffnungslos verfallen. Popularität errang der Absinth wegen seiner Nebenwirkungen, die sich bei übermäßigem Genuss einstellten. Verantwortlich dafür waren der Alkoholgehalt von teilweise über 80 Vol % und der Bestandteil Thujon. So wurde schließlich die Herstellung im Jahre 1923 in Deutschland verboten. Erst 58 Jahre später wurde das Absinth-Gesetz aufgehoben, und seit 1991 ist ein streng reglementierter Thujon-Anteil wieder zulässig. |
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Ende des 19. Jahrhunderts. Die Zeit des Nachtlebens und die Zeit des Absinths. Die ganze Welt dreht sich um Paris, und alles in der Stadt der Liebe dreht sich um einen Nachtclub in Montmartre das Moulin Rouge (übersetzt die rote Mühle). Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Montmartre ein Dorf mit 30 Mühlen. Später zog es viele Maler und Bildhauer nach Montmartre, der höchsten Erhebung in Paris, so dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts diese Gegend zu einem Künstler- und Vergnügungsviertel wurde. Zu seinen berühmtesten Bewohnern gehörten Picasso und van Gogh. |
Das Trinkritual Das klassische Trinkritual ist international wohl am meisten verbreitet. Hierzu benötigen Sie ein entsprechendes Absinth-Glas und einen Absinth-Löffel. Man gebe Absinth in ein Absinthglas. Ein spezieller Absinthlöffel oder eine Gabel mit Zucker wird in Absinth getränkt und angezündet. Sobald der Zucker Blasen wirft oder karamelisiert, den Löffel in den Absinth tauchen und löschen. Sofort mit eiskaltem Wasser im Verhältnis 50:50 mischen, auf dass sich der Alkohol im Glas nicht noch einmal entzündet. |
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